Mediation und Gewaltprävention

Das Projekt wird kontinuierlich und erfolgreich seit dem Schuljahr 2000/2001 durchgeführt und hat sich an unserer Schule unverzichtbar etabliert. Zurzeit unterrichten eine Lehrerin und zwei Schulsozialarbeiterinnen, die eine mehrmonatige Fortbildung absolviert haben, zwei Gruppen mit Schülern und Schülerinnen der 5. und 6. Klassen. Diese Kinder, die sich freiwillig angemeldet haben, werden innerhalb des WUV-Unterrichts zu Konfliktlotsen und -lotsinnen und Mediatoren und Mediatorinnen ausgebildet und einmal wöchentlich in einer Doppelstunde weiter qualifiziert und betreut. Die Schülerinnen und Schüler versehen täglich paarweise einen Lotsendienst in allen großen Pausen auf dem Schulhof, um bei kleineren Konflikten Hilfe anzubieten.

Im 5. Schuljahr werden die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zunächst ausgebildet, streitende Kinder zu trennen und ihnen Lösungswege anzubieten. Außerdem setzen sie sich intensiv mit eigenen Strategien im Umgang mit Konflikten auseinander. Sie lernen, Gefühle differenziert auszudrücken, Bedürfnisse als Ich-Botschaften zu formulieren und Grundzüge der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg[1] anzuwenden. Im 2. Schulhalbjahr lernen sie, Mediationsgespräche zu führen. Das Training dazu erfolgt überwiegend in Rollenspielen. Nach den Osterferien begleiten sie die Sechstklässler_innen bei Mediationsgesprächen.

Die Konfliktlotsinnen und -lotsen der 6. Klassen führen bei größeren Konflikten selbstständig Mediationsgespräche in den Räumen der schulbezogenen Jugendsozialarbeit. Außerdem gestalten diese Schülerinnen und Schüler jeweils ein Medienprojekt zum Thema „Lösung von Gewaltsituationen“ in Kooperation mit dem Jugendkultur- und Werkzentrum Grenzallee.

Insgesamt werden jährlich etwa 24 Kinder ausgebildet, sie sind hochmotiviert im Einsatz.

[1] Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation, Aufrichtig und einfühlsam miteinander sprechen,  Paderborn 2002

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